..........Ein Stück fruchtbarer Boden

Ein Gemeinschaftsgarten birgt fruchtbaren Boden für Jung und Alt, sowie Einheimische und Flüchtlingen viele Chancen  des Miteinanders wie das kennenlernen, Kulturen verstehen, und die Erfahrung einbringen.

Interessierte, quer durch alle Generationen und Herkunftsländer  bekommen auf Wunsch kostenlos ein kleines Areal Gartenland. Sie bewirtschaften und bestellen das Stückchen Garten.

Senioren und Ehrenamtliche helfen ihnen dabei.Der Kerngedanke: Generationen arbeiten partnerschaftlich zusammen, Hobbygärtner geben ihr Wissen an den möglichen Kleingärtner-Nachwuchs weiter.

„Grünes Lernen – Neugier trifft Erfahrung“, bringen die „Perspektiven für Oedt“ auf den Weg.

 Möglich macht das Projekt jetzt ein Oedter Bürger der sein zentral im Ort gelegenes Grundstück von ca. 400m² kostenfrei zur Verfügung stellt. Das Projekt soll zunächst auf mind. 3 Jahre festgelegt werden.

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WZ vom 14.3.16.: Oedt. Egal, ob er jetzt „Garten der Begegnung“ oder „Garten der Kulturen“, „Integrationsgarten“ oder wie auch immer heißt: In Oedt gibt es seit Samstag offiziell ein Projekt, wie man es sonst nur in tristen Großstädten findet. Menschen beackern winzige Gartenparzellen. Die Ernte von Obst, Blumen, Gewürzkräutern oder Gemüse steht dabei nicht im Vordergrund, sondern der Kontakt zu anderen Menschen, die ebenfalls eine Gartenparzelle haben. Roland Angenvoort sorgte jetzt dafür, dass eine Idee, die schon seit einiger Zeit in einigen Köpfen herumgeisterte, Wirklichkeit werden konnte: Der SPD-Vorsitzende stellte am Bruchweg die Hälfte eines von ihm erworbenen Grundstücks zur Verfügung. Das wurde in 18 Parzellen aufgeteilt; zwölf davon sind bereits vergeben.

Es herrschte strahlender Sonnenschein, als CDU-Ratsherr Georg Fasselt, Vorsitzender des Vereins „Perspektiven für Oedt“, erklärte: „Die Gartensaison ist eröffnet.“ Für Asis Racho aus Syrien war die kleine Feierstunde, zu der unter anderem auch der parteilose Bürgermeister Manfred Lommetz gekommen war, kein Grund, aufzuhören umzugraben. Racho ging systematisch vor, grub ein tiefes Loch aus, brachte dort die Grasschicht unter, um darüber den Mutterboden von weiter unten aufzutragen. Seine Enkel, die Zwillingsschwestern Meriem und Sina (14) sowie Marin (13) und Eilas (10) schauten ihm zu.

Ahmad, ebenfalls aus Syrien und seit acht Monaten in Deutschland, beackerte ebenfalls seine Scholle. In seiner Heimat war er Buchhalter, in Deutschland würde er gerne „etwas mit Computern“ machen. „Ich freue mich, dass einige Flüchtlinge jetzt eine Beschäftigung haben“, sagte ein freudestrahlender Roland Angenvoort.

Auf dem Grundstück sollen Wohnungen entstehen

Margit Heinze-Süselbeck weiß schon genau, was sie auf der Oedter Gartenparzelle anbauen wird: „Kohlrabi, Mangold und Kräuter, eventuell auch Gurken und Tomaten.“ Außerdem verteilte sie Samen und fragte: „Wer hat noch keinen Schlüssel für das Gartentor?“

Die Parzellen sind zum Teil nicht größer als eine Friedhofsgrabstätte. Georg Fasselt gefällt dieser Vergleich: „Schließlich kommt man ja ans Grab auch, um mit anderen zu quatschen.“ Und nebenbei könne man gemeinsam den Kampf gegen die Nacktschnecken aufnehmen.

 

Eröffnung am 12.03.16
 
 
Eröffnung am 12.3.16
Eingang am Bruchweg, gegenüber den Garagen

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